Meine Rezension zu Arno Strobels "Kalte Angst"



Titel: Kalte Angst

Serie: Im Kopf des Mörders

Kategorie: Thriller

Seiten: 368











Story allgemein: 5 Sterne
Ohne zu spoilern geht es in diesem Thriller um eine überaus grausame Mordserie, die Düsseldorf erschüttert. Die Inszenierung dieser Morde, besonders im Hinblick auf die Auflösung fand ich wirklich sehr gut. Ich war auch sehr überrascht vom Ende, das den Gesamteindruck sehr gut abrundet. Der Plot wirkt umfangreich, ohne es mit ~360 Seiten tatsächlich zu sein, geschweige denn langatmig. Die Kapitel sind kurz – das mag ich persönlich sehr, da ich nie mitten im Kapitel aufhöre zu lesen (was aber dank der Spannung ohnehin egal gewesen wäre, aber dazu unten mehr).

Ganz besonders erwähnen muss ich die Beschreibung der Morde bzw. die Minuten davor. Die kurzen Kapitel, die den Tathergang erzählen, waren nicht nur fesselnd, sondern auch erschütternd und erzeugten dieses angenehm-unangenehme Gefühl im Magen, wenn man sich die Bilder vorstellte, das war wirklich hervorragend! Genau das will man ja, wenn man einen Thriller liest ;)

Background: 5 Sterne

Ein wesentlicher Kritikpunkt für mich ist, ob ich im Rückblick, mit dem Wissen um das Ende der Geschichte, das Gefühl habe, dass die Auflösung und auch einzelne Sidefacts weit hergeholt sind und notgedrungen zusammengebastelt wurden um die Story abzurunden, oder ob der Masterplan des Autors in seiner Gesamtheit rund wirkt. Hier muss ich wirklich sagen, es wirkt rund, spannend, durchdacht und auf eine gewisse (nicht negative Art) durchaus „strange“. Das gefällt mir wirklich.
Das Buch ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind – wie erwähnt – kurz, somit entsteht ein hervorragender Lesefluss!

Figuren: 3 Sterne

Im Wesentlichen gibt es zwei bzw. drei Hauptfiguren um die sich die Handlung dreht: die beiden Kommissare Bischoff und Böhmer und – wenn man so will - den geisteskranken Fissmann.
„Kalte Angst“ ist ja der zweite Teil einer im Februar 2019 werdenden Trilogie, ich betrachte hier aber diesen (zweiten) Teil isoliert: Die Charaktere sind ausreichend, aber aus meiner Sicht nicht sehr umfassend beschrieben bzw. originell. Große Unterscheidungen zu den „herkömmlichen“ Thriller-Kommissaren konnte ich nicht direkt entdecken, somit konnte ich mich auch mehr mit den Opfern identifizieren, als mit den beiden Hauptfiguren.

Fissmann hingegen fand ich gut beschrieben. Seine Art nervte mich mit längerer Fortdauer der Geschichte immer mehr und daher konnte ich die Kommissare bei ihrem Bemühen, sich zu beherrschen auch wirklich gut verstehen ;)

Fesselfaktor: 5 Sterne

Klarer Fall von 5 Sternen, ich hab‘s verschlungen – die kurzen Kapitel wären also für mich gar nicht von Nöten gewesen ;)
Die durchgehende Spannung und Erwartung, ob und wann wieder etwas passieren würde, kombiniert mit dem angenehm, flüssigen Schreibstil, ein echter Pageturner!

Fazit und Bewertung:

Abschlussbewertung:  4,5 Sterne
Empfehlung: Ja
Fazit:
Ein sehr spannender Thriller, der stellenweise den Magen zittern lässt. Es ist fesselnd, die Story ist originell und daher kann ich das Buch nur jedem Thriller Fan empfehlen. Einziges Manko sind die Figuren, die – wie ich finde – mit dem Top Niveau des restlichen Buches nicht ganz mithalten können. Ich persönlich freue mich aber ungemein auf den dritten Teil und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

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