Rezension "Die Gaben des Todes" von Martin Krüger

Zu meiner Rezension:
Diese teilt sich in folgende Kategorien auf: 
Story allgemein: Idee, Kreativität, allgemeine Story
Background: Logik, Tiefgang, Lesefluss, historische Überprüfbarkeit, Hintergrund
Figuren: Identifikation, Originalität, Intensität
Fesselfaktor: Wie hoch war die Lesesucht

Jede der Kategorien wird mit 0-5 Sternen bewertet und ergibt beim abschließenden Fazit die Endbewertung, die noch mit einer Leseempfehlung komplettiert wird. Viel Spaß beim Lesen!

Story allgemein: 4,5 Sterne

Mir gefiel die Idee des Buches sehr gut. Die Morde waren rätselhaft und mehrschichtig aufgebaut. Nichts ergab direkt einen Sinn oder legte Lösungen bzw. Theorien nahe. Das machte das Buch spannend und führte in mir zum ständigen Drang weiterzulesen. Die Beschreibungen der Tatorte waren authentisch. Vor allem unter Berücksichtigung des auflösenden Endes, ein komplexes, gut durchdachtes Buch! Leider fand ich das Finale aber aus Action-Sicht auch ein wenig zu übertrieben (Stichwort Druckplatten-Sprengstoff). 

Background: 4 Sterne

Bei so vielen Beteiligten und den vielen Milieus, in denen die Story spielt, hatte ich wirklich die Befürchtung, dass am Schluss des Buches so manche Fragen offen bleiben würden. So habe ich mir während dem Lesen Notizen gemacht um nach Abschluss des Buches zu überprüfen, ob die Fragen, die während dem Lesen auftauchten, auch wirklich alle geklärt werden und die vielen Zusammenhänge logisch oder notgedrungen konstruiert sein werden. 
Zu meiner Begeisterung: Alles wurde geklärt! (außer dem beabsichtigten Cliffhanger) Und alles war logisch, ergab nicht nur Sinn, sondern machte den Fall im Rückblick wirklich außergewöhnlich.

Der Schreibstil gefiel mir sehr, es entstand von Beginn an ein super Lesefluss. 
Für meinen Geschmack waren so manche „Gadgets“ von Parkov (Stichwort E.L.V.I.S., oder der Notfallkoffer) übertrieben und wären nicht notwendig gewesen. Das ist rückblickend das Einzige, das ich der Geschichte nicht abnehme. Das finde ich persönlich etwas schade…

Figuren: 5 Sterne

Mit Marie konnte ich mich wirklich sehr gut identifizieren. Die Beschreibung war gut – durch ihre Gedanken konnte man mit ihr mitfühlen und lernte sie von Seite zu Seite besser kennen. 

Mit Parkov tat ich mir von Beginn an etwas schwer. Zwar fand ich die Charakterdarstellung wirklich gut, aber dieser – doch irgendwie übertriebene - technische Background, lies ihn für mich schon etwas unglaubwürdig erscheinen und machte eine Identifikation schwierig. Da wäre es mir lieber gewesen ihn etwas weniger „High-Tech“ zu gestalten.

Auch die Nebenfiguren waren so gut beschrieben, dass man immer ein gewisses Gefühl hatte, wie derjenige so tickt, wenn ein Charakter auftauchte. Das machte die Gesamtstimmung des Buches wirklich gut und authentisch.

Fesselfaktor: 4,5 Sterne

Der angenehme Schreibstil und die quasi durchgehende Spannung erzeugten eine angenehme Lesesucht.

Fazit und Bewertung:

Abschlussbewertung: 4,5 Sterne
Empfehlung: Ja
Fazit:

Ein hervorragend durchdachtes, spannendes Buch, mit komplexer Handlung und starken Charakteren. An manchen Stellen für meinen Geschmack zu übertrieben, aber in Summe auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Thriller-Fans! Ich freue mich auf den zweiten Teil!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Meine Rezension zu Arno Strobels "Kalte Angst"

Rezension von Sebastian Fitzeks Flugangst 7A